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Reloaded: Nachgefragt bei … Stephie

Wie kamst du auf die Idee, über Bücher zu bloggen?

Das war bei mir nicht wirklich ein Entschluss, sondern hat sich einfach irgendwie so entwickelt. Ich blogge ja nun schon seit etlichen Jahren, wann genau das angefangen hat, kann ich gar nicht mehr sagen, aber mindestens schon vor sechs oder sieben Jahren. Anfangs hatte ich so einen ganz ‚normalen’ Blog, auf dem ich über alles Mögliche geschrieben habe, was mich eben so bewegt hat. Da ich aber schon immer eine Leidenschaft für Bücher und Filme hatte, hatte ich angefangen Buch- und Filmreviews zu schreiben. Dabei habe ich dann festgestellt, dass ich das sehr gern mache und es mir Freude macht meine Begeisterung für ein Buch oder einen Film mit anderen zu teilen – es hätte mich ja eigentlich nicht überraschen dürfen, immerhin habe ich schon in der Grundschule regelmäßig Bücher vorgestellt *g*.
Ich habe mich dann jedenfalls immer öfter mit Filmen und Büchern beschäftigt und irgendwann habe ich mich dann dazu entschlossen, meinen Blog nur auf Bücher – und Literaturverfilmungen – zu spezialisieren. Ich wollte nicht mehr so viel über mein Privatleben berichten und mich lieber auf ein Thema konzentrieren. Und da die Leidenschaft für Bücher geblieben ist und ich auch selbst immer lieber Bücherblogs verfolgt habe, wurde es dann ein Literaturblog.

Wie viel Zeit wendest du ungefähr die Woche zum Bloggen auf?

Das kann ich, ehrlich gesagt, gar nicht genau bestimmen, zumal es auch sehr unterschiedlich ist. Viele meiner Beiträge schreibe ich einfach irgendwann, wenn es mich gerade überkommt, veröffentliche sie aber erst viel später. Andere Beiträge finde ich wiederum so interessant oder erfreulich, dass ich sie unbedingt sofort veröffentlichen möchte. Wenn du das Schreiben und Korrigieren der Rezensionen dazu zählst, was bei mir schon immer mindestens zwei Stunden in Anspruch nimmt, dann komme ich bestimmt so auf fünf Stunden in der Woche. Das ist aber nur eine ganz grobe Schätzung, könnte auch noch mehr sein, ich bin mir da nicht so ganz sicher.

Was war dein schönstes Erlebnis mit deinem Blog?

Das ist aber eine schwere Frage! Ich glaube, ein konkretes Erlebnis gibt es da gar nicht, sondern eher viele Momente. Ich freue mich zum Beispiel jedes Mal, wenn ich eine nette Mail oder einen netten Kommentar bekomme, indem Leser mir mitteilen, dass ihnen mein Blog gefällt. Auch wenn ich ihn in erster Linie für mich führe, ist es doch schön zu hören, dass auch andere gern lesen, was ich schreibe.
In diesem Monat ‚feiere’ ich mein vierjähriges Jubiläum,  darüber freue ich mich natürlich auch sehr.
Außerdem freue ich mich immer, wenn Verlage mir mitteilen, dass ihnen eine Rezension gefällt oder sie Ausschnitte davon sogar bei ihren Pressestimmen veröffentlichen. Das ist für mich schon eine kleine Ehre, auch wenn unzählige Blogs inzwischen Rezensionsexemplare beziehen.

Du arbeitest daran, deinen Blog zu relaunchen – wann können wir einen Blick darauf werfen?

Kein Kommentar! Ja, nein, das ist schwer zu sagen. So ein Relaunch ist eine weit schwierigere Aufgabe als ich es erwartet hatte, weil das ja in meinem Fall nicht einfach nur ein neues Layout, sondern die Umstellung auf WordPress bedeuten soll. Da muss jeder Beitrag, jede Rezension, jede Unterseite, jeder Kommentar einzeln übertragen werden und das dauert. Außerdem bin ich auch nur sehr schwer zufrieden zu stellen, was das Layout betrifft. Ich habe da ganz konkrete Vorstellungen und ehe ich die nicht so umgesetzt habe, wie ich es möchte, kommt das nicht online. Es kann also noch sehr lange dauern, leider, denn neben der Uni habe ich nicht viel Zeit dafür.

Wie würdest du die Entwicklung in der Buchbloggerwelt beurteilen?

Ganz ehrlich? Keine Ahnung! So genau beschäftige ich mich auch nicht damit. Natürlich bekomme auch ich die eine oder andere Diskussion mit und habe auch schon  mal meinen Senf dazu abgegeben, aber grundsätzlich finde ich die Beurteilung der Buchbloggerwelt eher schwierig. Jeder Blog ist anders und jeder Blogger zieht in gewisser Weise sein eigenes Ding durch, und das finde ich auch gut so.
So habe ich zwar schon gewisse Streitpunkte verfolgt, würde aber nur deswegen noch lange nichts an meinem Blog ändern. Es gibt doch immer und überall sowohl positive als auch negative Entwicklungen. Außerdem hat sowieso jeder einen anderen Geschmack.

Was macht für dich eine gute Rezension aus?

Eine gute Rezension sollte auf jeden Fall eine Inhaltsbeschreibung, die nicht der Klappentext ist, enthalten und einen Kritikteil mit der eigenen Meinung. Dabei sollte letzterer natürlich länger sein als die Zusammenfassung des Inhalts. Ich finde es außerdem gut, wenn man dabei relativ objektiv vorgeht. Eine Rezension gibt selbstverständlich immer eine rein subjektive Meinung wieder, aber man sollte eben auch sachlich bleiben und einfach bestimmte Punkte, wie z.B. den Schreibstil oder die Ausarbeitung der Charaktere, so beschreiben, dass es für jeden nachvollziehbar ist. Wenn jemand schreibt, dass der Schreibstil furchtbar ist, die Charaktere unglaubwürdig sind oder der Inhalt unlogisch sei, hilft mir das allein nicht weiter, da braucht es schon eine Begründung und vielleicht auch ein Beispiel, sofern das möglich ist. Ich lese dann lieber eine Rezension, die etwas länger ist, dafür aber fundierte Argumente anführt, die mir dabei helfen einzuschätzen, ob das Buch etwas für mich wäre, als eine kurze, die dafür überhaupt nicht deutlich macht, was genau an dem Buch nun gut oder schlecht war. Kommentare wie „das beste Buch, das ich seit langem gelesen habe“ sind da nicht hilfreich. Man muss sie ja nicht weglassen, denn sie vermitteln schon einen gewissen Eindruck, aber ohne weitere Erklärungen kann ich ganz darauf verzichten.
Außerdem möchte ich natürlich durch die Rezension erfahren, ob es sich um eine Reihe handelt und welcher Band innerhalb der Reihe es dann ist, aber bitte nicht im letzten Satz. Ich möchte keine lange Rezension zu einem dritten Teil lesen, wenn ich die ersten beiden noch nicht gelesen habe. Da verspoilert einen ja, logischweise, schon die Inhaltsbeschreibung.
Zu guter Letzt bin ich ein großer Fan von Fazits! Manchmal möchte ich noch nicht die gesamte Rezension lesen, wenn ich das Buch noch lesen möchte, um mich ganz und gar überraschen zu lassen. Ich würde dann aber trotzdem gern wissen, wie ein bestimmter Blogger das Buch allgemein fand und dafür eignen Fazits sich meiner Meinung nach sehr gut.

Hast du eine Lieblingsbücherseite (Buchhomepage, Büchermagazin, etc.) im Netz?

Eigentlich nicht. Ich bin zwar häufig bei Lovely Books unterwegs, würde die Seite aber nicht als Liebling bezeichnen. Ich halte mich lieber auf den diversen Blogs auf, sowohl von Lesern als auch von den Autoren selbst. Das finde ich viel interessanter. Einige Autoren werden einem dadurch zwar weniger sympathisch, andere dafür umso mehr und ich erfahre gern ab und an mal etwas über das Privatleben einiger Autoren.
Meine Lieblingsbücherblogs sind außerdem alle in meinem Feed-Reader gespeichert und da lese ich dann jeden Tag die neuen Posts 😉

Wenn dich ein Litblogneuling nach einem Tipp fragen würde, welchen würdest du ihm geben?

Schwierig. Ich glaub, da gibt es ganz viele Tipps, die ich geben würde *g*
Also zum einen finde ich das Layout sehr wichtig. Wenn ich das Layout nicht mag oder es mich total abschreckt, kann es passieren, dass ich mir keinen Beitrag anschaue. Es ist natürlich nicht jeder so geübt im Webdesign – aber darauf kommt es mir auch gar nicht so sehr an. Viel wichtiger ist mir eine gewisse Struktur und dass ich nicht gleich von Werbung erschlagen werde. (Und es gibt sowohl sehr preiswerten Webspace als auch kostenlosen UND werbefreien Webspace, wenn man nur ein wenig sucht.) Einmal musste ich zum Beispiel geschlagene zehn Minuten nach der Navigation suchen, das ist nicht schön. Ich lege da viel mehr Wert auf den Aufbau, also eben dass ich die Links gut finde, dass die Beiträge schön gegliedert sind, Absätze in den Rezensionen (!), so etwas eben.
Dann finde ich auch den eigenen Stil bei Rezensionen sehr wichtig und der ist wirklich bei fast jedem Blogger anders. Jeder hat seine eigene Gliederung oder Struktur und das merkt man. Man kann sich zwar gern inspirieren lassen, aber wenn man diese Struktur übernimmt, fällt das sofort auf und mindert natürlich den Eindruck.
Sucht euch einen Blogtitel aus, der zu euch und dem Inhalt eures Blogs passt. Wenn euer Titel ausdrückt, dass ihr ein Bücherblog seid, solltet ihr nicht immerzu Beiträge zu einem anderen Thema, z.B. irgendwelchen Bands, posten, das macht keinen Sinn. Wenn ihr über mehr als nur Bücher berichten wollt, sollte euer Titel entsprechend angepasst werden.
Außerdem sollte man wirklich eine Leidenschaft für Bücher und das Schreiben mitbringen. Bloggen soll Spaß machen und keine Pflicht sein, die man erfüllt um Bücher kostenlos zu erhalten. Versteh mich nicht falsch, ich habe nichts gegen die Anfrage von Rezensionsexemplaren, immerhin sind sie gerade für uns arme Schüler/Studenten/Azubis, die in der Regel kaum bis gar nichts verdienen, eine gute Möglichkeit um neue Bücher zu bekommen. Aber ich finde man merkt, wann jemand Freude am Bloggen hat und wann jemand es nur macht, weil er es ‚muss’.
Für mich sollte ein Blog außerdem nicht nur aus Rezensionen bestehen, wobei die natürlich dennoch im Mittelpunkt stehen. Man sollte aber auch ab und  zu andere Beiträge posten, wobei man sich dabei ruhig was Neues einfallen lassen kann, was aber auch nicht immer ganz einfach ist, das weiß ich. Die Möglichkeiten etwas ‚Neues’ über Bücher zu schreiben sind schon begrenzt, aber es ist nicht gänzlich unmöglich. Ich bevorzuge aber solche Blogs, die eben nicht nur eine Rezension nach der anderen posten. Außerdem sollte man ein gutes Maß für die Anzahl der Beiträge pro Woche/Monat finden. Für die meisten von uns ist das Bloggen ‚nur’ ein Hobby, sodass es selbstverständlich einmal vorkommen kann, dass man keine Zeit für den Blog hat, weil man Stress auf der Arbeit hat oder für die Schule/Uni lernen muss, Urlaub macht, etc. Aber wenn man generell nur alle zwei bis drei Wochen irgendetwas schreibt, ist mir das zu wenig. Das Gegenteil ist allerdings auch unschön. Ich habe zum Beispiel einen Blog in meinem Feed, der in letzter Zeit jeden Tag mehrere Beiträge veröffentlicht. Das ist mir wieder zu viel! Einen Beitrag pro Tag finde ich noch okay, muss aber auch nicht sein, alle paar Tage einer reicht auch völlig aus. Das muss ja jeder für sich entscheiden, aber ich möchte auch nicht ‚überschüttet’ werden. Ich mag es zum Beispiel gar nicht, wenn ein Blogger erst zwei Wochen lang gar nichts schreibt und dann gleich drei Rezensionen an einem Tag veröffentlicht. Das muss doch nicht sein. Man muss nicht jede Rezension, die man schreibt, noch am gleichen Tag veröffentlichen. Eine Rezension pro Tag ist für mich genug, in zwei Tagen kann man doch die nächste posten.
Die persönliche Note ist auch noch sehr wichtig. Auch wenn es sich ‚nur’ um einen Literaturblog handelt, möchte ich doch auch ein bisschen über den Blogger erfahren. Ich habe zum Beispiel neulich einen Blog entdeckt, der, mit Ausnahme der Rezensionen, ständig Beiträge erstellt, die nicht ein einziges eigenes Wort enthalten. Was soll das denn? Dann kann man das Bloggen auch gleich sein lassen, den Klappentext eines Buches kann ich mir auch bei Amazon oder auf der Verlagswebsite durchlesen.
Schließlich sollte sich jeder einfach selbst treu bleiben, seinen eigenen Stil finden und den dann ‚ausleben’. Wenn man sich nach anderen richtet, vergeht einem sonst nur die Lust am Bloggen.

Dein absolutes Lieblingsgenre ist Young Adult – gab es da ein Schlüsselerlebnis oder „warst“ du schon immer so?

Gute Frage. Meine ‚Bibliothek’ beweist ja in jedem Fall, dass ich mich nicht nur von Young Adult ‚ernähre‘, auch wenn ich es inzwischen stark bevorzuge. Ob ich schon immer so war, kann ich gar nicht sagen. Angefangen hat es vermutlich alles mit Meg Cabot, die ja bis heute meine absolute Lieblingsautorin ist. Und dann kam Twilight. Ich glaube, beide haben dazu beigetragen, dass ich meine Leidenschaft für Young Adult (wieder) entdeckte. Oftmals gefallen mir YA Bücher einfach besser, sowohl vom Inhalt als auch von der Umsetzung. Sie sind häufig auch nicht so ‚eingeschränkt’, was das Genre betrifft. Ein YA Buch kann viele Faktoren miteinander vereinen. Bestes Beispiel: Romantic Fantasy für Jugendliche. Vermutlich war ich schon immer so *g*, wusste es nur nicht bzw. habe mich einfach nicht genug mit Genres auseinandergesetzt, um zu wissen, dass ich es am liebsten mag, weil ich früher einfach nur nach Klappentext gekauft habe. ^^

Was macht einen guten YA-Roman aus?

Der Mix! Ein guter YA Roman vereint für mich, wie oben schon geschrieben, eben ganz bestimmte Faktoren. Es ist nicht nur spannend oder nur eine Liebesgeschichte oder nur Fantasy. Viele YA Bücher sind alles zusammen und das gefällt mir so. Ein richtig gutes Buch muss für mich eine Liebesgeschichte beinhalten. Bei YA ist es aber eben häufig so, dass sich nicht alles nur um das Paar dreht, sondern auch ein weiterer Handlungsstrang dazu kommt, wie eben z.B. bei Romantic Fantasy. Ich lese gerne eine spannende Geschichte, vor allem, wenn sie in einer anderen Welt spielt, wie z.B. Ascheherz von Nina Blazon. Doch erst durch die Liebesgeschichte, die mit der ganzen Handlung verwoben ist, wird das Buch für mich zu etwas ganz Besonderem. Das gleiche gilt für Arkadien erwacht oder Die Tribute von Panem. Und diese Mischung taucht, zumindest meiner Erfahrung nach, nun mal am häufigsten bei YA Büchern auf.

Du magst keine Taschenbücher – bestand diese Abneigung schon früh?

Schon wieder so eine Frage … Ich kann mich doch kaum daran erinnern, was letzte Woche gewesen ist. Meine Regale würden das vermutlich verneinen, denn noch halten sich gebundene Bücher und Taschenbücher die Waage. Aber prinzipiell würde ich es schon bejahen. Ich habe gebundene Bücher schon immer bevorzugt, weil ich es hasse, wenn die Bücher hinterher Knicke im Rücken haben und man sie deswegen so vorsichtig lesen muss. Ich denke aber, dass diese Abneigung in letzter Zeit noch gewachsen ist. Inzwischen geht das ja bei mir so weit, dass ich mich regelmäßig weigere Taschenbücher zu kaufen und mir die TB-Kataloge nicht einmal ansehe. Ich möchte am liebsten NUR Hardcover kaufen, nur leider machen mir viele Verlage da einen Strich durch die Rechnung. Für bestimmte Bücher muss ich einfach eine Ausnahme machen, wenn sie weder in Englisch noch in Deutsch als HC erscheinen, denn schließlich kann ja das Buch nichts dafür, dass es kein schöneres Ausgabeformat bekommt, wie es ja, leider, bei vielen Büchern von Meg Cabot der Fall ist. Aber wenn ich die Wahl habe kaufe ich immer Hardcover, auch wenn es doppelt so viel kostet.

Wie würdest du deinem Sub charakterisieren? War er schon immer so groß?

Definitiv ja! Ich habe schon immer mehr Bücher gekauft als ich lese konnte. Ich kann einfach nicht anders. Inzwischen habe ich mich auch damit abgefunden. Das ist wohl einfach eine Eigenschaft von mir, die ich nicht so leicht ablegen kann.
Ansonsten würde ich ihn als sehr vielfältig charakterisieren, weil beinahe aus jedem Genre etwas dabei ist, auch wenn gewisse Genres ganz klar dominieren.

Wenn du ein Meet&Greet mit deiner Wunschautor/in haben könntest, welche wäre das?

Meg Cabot! Wer sonst?! Und das, obwohl ich sie schon einmal getroffen habe, was ein absolut unvergessliches Erlebnis für mich war! Ich finde sie einfach toll, sowohl als Person als auch als Autorin. Sie ist schon beinahe so etwas wie ein Vorbild für mich. Ich habe weit über 50 Bücher von ihr in meinem Regal – so viel habe ich sonst von keinem anderen Autor – und ich habe keines von denen, die ich gelesen habe, schlecht gefunden. Sie trifft einfach immer voll und ganz meinen Geschmack und ich liebe ihre Figuren einfach. Ihre Romane enden immer genauso, wie ich es mir wünsche oder wie es sich einfach gehört. Außerdem vermittelt sie in ihren Romanen stets bestimmte Werte, die ich selbst als sehr wichtig erachte. Ich würde sie nur zu gern noch einmal treffen und mich mit ihr unterhalten!

Welchen Autoren würdest du gern einmal richtig die Meinung sagen, (weil er einen deiner Helden hat sterben lassen oder ähnliches)?

Da fällt mir jetzt so ganz spontan nur Christoph Marzi ein, dem ich was erzählen würde, wegen des furchtbar schrecklichen Endes von Grimm! Ach, und Carina Borgmann, weil eine ihrer Figuren am Ende von Sayuri so einen sinnlosen Tod sterben musste.
Lauren Kate könnte ich noch ein paar Takte darüber erzählen, wie fies und unfair es ist, den Leser nur mit Andeutungen zu versorgen und nicht das kleinste Detail zu erzählen oder auch nur eine Frage zu beantworten, nicht einmal am Ende des Buches.

In welches Buch würdest du gern einmal hineinklettern, wenn du könntest?

Puh, ob ich mich da entscheiden kann? Vermutlich Harry Potter, weil ich da eine ganz neue Welt entdecken kann, ohne auf die Annehmlichkeiten dieser Welt zu verzichten – warum Harry, Ron und Hermine nie miteinander telefoniert haben ist mir ein Rätsel.

Du bist immer sehr gut über Buchverfilmungen informiert. Welche erwartest du in nächster Zeit am sehnsüchtigsten? Und welche Bücher müssen noch unbedingt verfilmt werden?

Am sehnsüchtigsten erwarte ich im Moment Breaking Dawn – Part 1, vor allem nach diesem tollen Trailer. Wobei ich eigentlich noch mehr auf den zweiten Film warte, weil das letzte Drittel von Breaking Dawn mir am aller besten gefallen hat und es mein Lieblingsteil der ganzen Reihe ist.
Ganz wichtig ist natürlich noch Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Part 2. Ich möchte endlich sehen, wie sie den Abschluss dieser fantastischen Reihe filmisch umgesetzt haben.
Gleich danach folgt The Hunger Games und Percy Jackson 2, auf die ich natürlich auch sehr gespannt bin. Alle anderen kommenden Literaturverfilmungen, die mich interessieren, sind ja noch in den Vorbereitungen und haben noch nicht einmal gecastet, daher erwähne ich sie noch nicht.
Da ich ja ein großer Fan von Literaturverfilmungen bin, darf von mir aus gern jedes Buch verfilmt werden. Wünschen würde ich es mir bei den Fortsetzungen von Der goldene Kompass, auch wenn ich weiß, dass das nie mehr passieren wird. Dann sollte natürlich unbedingt die Fortsetzung von I am Number Four verfilmt werden, damit das Ende da nicht offen bleibt. Wünschen würde ich mir in jedem Fall eine Verfilmung von The Mediator von Meg Cabot, wobei da die Rechte schon verkauft wurden, das ist aber auch schon alles. Abandon würde ich mir auch nur zu gern als Film anschauen, genauso wie Fire von Kristin Cashore oder Ascheherz von Nina Blazon, letzteres allerdings nur, wenn es von Amerikanern produziert würde. Arkadien eignet sich natürlich auch super zum verfilmen und Erebos würde sicher einen spannenden Thriller ergeben.

Wie stehst du generell zu Merchandising im Zusammenhang mit Büchern?

Ich würde sagen, ich stehe dem eher neutral gegenüber. Ich habe nichts dagegen, bin aber selbst kein allzu großer Fan davon. Das Armband von Abandon wäre vielleicht etwas für mich, aber den ganzen Twilight Schmuck finde ich zum Beispiel nicht schön, zumal der ja eine Erfindung der Filmproduzenten ist. Diese Kette von Arwen aus Herr der Ringe finde ich zwar schön, würde aber nie so viel Geld dafür ausgeben, das ist es mir einfach nicht wert. Aber wenn andere das gern mögen, kann ich damit leben.
Was ich ablehne sind dagegen diese ganzen Bücher über Bücher. Es gibt ja unzählige Werke über Twilight, die nicht von der Autorin sind und Hintergrundinformationen enthalten. Ich habe neulich mal eines gesehen, dass mir Twilight erklären wollte, wie ein Literaturschlüssel. Das finde ich einfach nur albern und halte es für Geldmacherei. Ich mag Twilight, aber es ist keine hochtrabende Literatur, die man erstmal analysieren müsste, um sie zu verstehen. Stephenie Meyer ist nicht Shakespare.

Besuchst du Lesungen? Wenn ja, was war deine beste Lesung?

Ja, sehr gern sogar. Nur leider sind in Berlin so selten Lesungen von Autoren, die mich interessieren. Die guten Lesungen in den letzten 5 Jahren kann ich an einer Hand abzählen …
Was die beste war, kann ich nicht sagen. Jede war auf ihre Art unheimlich schön. Meg Cabot war ein Erlebnis, weil sie meine Lieblingsautorin ist und es meine erste Lesung war. Maggie Stiefvater war einfach unheimlich sympathisch und ich hätte ihr noch Stunden zuhören können. Anne Hertz war einfach cool, vor allem wegen der musikalischen Begleitung. Die drei hatten die besten Lesungen, bei denen ich bisher gewesen bin.

Wie viele Stunden liest du die Woche?

Zu wenig, das steht fest. Es gibt Tage, da komme ich überhaupt nicht zum Lesen, weil einfach so viele andere Dinge zu tun sind. In Stunden kann ich das sowieso nicht bemessen, eher in Seiten. Lediglich am Wochenende komme ich manchmal etwas mehr zum Lesen. Ich kann nur grob schätzen und denke, es sind keine 10 Stunden.

Hast du Leserituale und/oder Leseutensilien, die du immer nutzt?

Rituale eher nicht, außer, dass ich ungern mitten in einem Kapitel aufhöre zu lesen. Utensilien habe ich mittlerweile allerdings einige, die immer mit dabei sind und nicht fehlen dürfen. Am wichtigsten ist natürlich das Lesezeichen. Meistens benutze ich eines von denen mit den Gummibändern, weil sie das Buch verschlossen halten. Danach folgen die Book Darts, ohne die geht nichts mehr! Alles, was mir wichtig erscheint, oder was ich vielleicht für eine Rezension brauche, wird markiert. Das artet manchmal soweit aus, dass die Dose mit 50 Stück nicht mal für ein Buch ausreicht. *g*
In meiner unmittelbaren Nähe ist, zumindest zu Hause, auch immer mein kleines Notizheft, in dem ich Gedanken festhalte, die ich später in die Rezension schreiben will oder die für die Beurteilung des Buches meiner Meinung nach von Bedeutung sind. Früher waren sehr viele Details vom Inhalt dabei, inzwischen sind es eher Kritikpunkte, sowohl positive als auch negative.
Wenn ich unterwegs bin ist außerdem auch immer eine Schutzhülle mit von der Partie, damit das Buch keinen Schaden nimmt.

 

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