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„Daughter of the Pirate King“ von Tricia Levenseller

Ein Piratenabenteuer mit einem weiblichen Jack Sparrow, funktioniert das? Und ob! „Daughter of the Pirate King“ wartet mit einer Bad-Ass-Heldin, jeder Menge Action und schnellen Tempo auf. Tricia Levenseller hat mit diesem Buch ein fabelhaftes Debüt hingelegt.


Mehr Informationen zum Buch

Autorin: Tricia Levenseller
Originaltitel: „Daughter of the Pirate King“
Reihe: „Daughter of the Pirate King“ #1
Seitenzahl: 320 Seiten
Verlag: Feiwel and Friends
Veröffentlichungsdatum: 28. Februar 2017

There will be plenty of time for me to beat him soundly once I’ve gotten what I came for.

Sent on a mission to retrieve an ancient hidden map—the key to a legendary treasure trove—seventeen-year-old pirate captain Alosa deliberately allows herself to be captured by her enemies, giving her the perfect opportunity to search their ship.

More than a match for the ruthless pirate crew, Alosa has only one thing standing between her and the map: her captor, the unexpectedly clever and unfairly attractive first mate, Riden. But not to worry, for Alosa has a few tricks up her sleeve, and no lone pirate can stop the Daughter of the Pirate King.

Inhalt

Alosa ist in geheimer Mission unterwegs: Für ihren Vater will sie eine alte Schatzkarte beschaffen. Dazu lässt sich die siebzehnjährige Piratenkapitänin von ihren Feinden gefangen nehmen, um die Gelegenheit zu bekommen, deren Schiff zu durchsuchen.

Während sie mit der rücksichtslosen Piratenmannschaft spielend fertig wird, muss Alosa nur eine Person austricksen: Ihren Bewacher, den attraktiven ersten Maat Riden. Doch nichts kann die Tochter des Piratenkönigs stoppen.

Meinung

Auf dem Cover von „Daughter of the Pirate King“ wird Alosa als weiblicher Jack Sparrow angekündigt und dies kann Tricia Levenseller tatsächlich erfüllen: Alosa ist sehr selbstbewusst, extrem unterhaltsam und versteht mehr als einmal zu überraschen. Levenseller gibt Alosa eine unverwechselbare Erzählstimme und ich fand ihre Art, die Dinge zu kommentieren, einfach nur fantastisch.

His first mate, however, never takes his eyes off me, as though he anticipates a violent reaction.
Well, of course I’m going to react violently, but why should he expect it already?

Überhaupt finde ich Alosa als Charakter sehr gelungen, denn sie ist eine sehr feministische Figur und bewirkt jede Menge Empowering, ohne dass dies die zentrale Botschaft des Buches ist. Manchmal ist Alosa etwas sehr von sich eingenommen, aber ich frage mich, ob ich das einer männlichen Figur genauso vorwerfen würde. So mal sie meistens ja wirklich recht clever ist. Jedenfalls ist Alosa trotz ihrer Selbstüberschätzung mein liebster Frauencharakter seit langen, denn sie hat Schneid, flüchtet sich nicht in Selbstmitleid und muss auch von niemanden gerettet werden. Eine echte Powerfrau!

Die Handlung kann meiner Meinung nach nicht ganz mithalten, denn nach dem interessanten Auftakt sucht und sucht Alosa nach der Karte, ohne fündig zu werden. Es ist aber dennoch unterhaltsam zu lesen, wie sie eins um andere Mal ausbüchst und sich immer wieder neue Tricks einfallen lässt, um Riden zu überlisten. Ich mochte das Katz-und-Maus-Spiel zwischen Alosa und ihn sehr, Riden ist ein toller Gegenspieler. Aber ich kann mich immer noch nicht so recht entscheiden, ob ich die Romanze zwischen den beiden mochte oder nicht. Spätestens im letzten Drittel beginnen sich aber die Ereignisse zu überschlagen und es wird richtig spannend, nicht zuletzt Dank eines weiteren Fantasyelementes, was ich aber nicht spoilern möchte (ich rate daher auch strikt davon ab, den Namen des zweiten Buches in der Dilogie vor Beenden dieses Buches zu lesen!).

Insgesamt war für mich „Daughter of the Pirate King“ eine actionreiche und unterhaltsame Piratengeschichte, die ich sehr schnell weggelesen habe, vor allem Dank der tollen Heldin.

Empfehlung?

Die Geschichte hat vielleicht ihre Schwächen, aber sie ist definitiv unterhaltsam. Insbesondere gefiel mir die Heldin Alosa, die sich zwar etwas selbstüberschätzt, aber definitiv mutig und pfiffig ist. Eine tolle Lektüre, die sich an einem Nachmittag weglesen lässt.

Ich würde sie allerdings nicht unbedingt als Young-Adult-Buch einsortieren. Zwar sind die romantischen Szenen angemessen, aber für meinen Geschmack ist grad der Anfang doch recht brutal. Meine Empfehlung wäre daher an etwas ältere Jugendliche und keinesfalls für Kinder.

In einem Satz

Ein actionreiches Piratenabenteuer mit einer weiblichen Bad-Ass-Heldin, die das Geschehen unterhaltsam zu kommentieren weiß.

2 Kommentare

  1. Das klingt nett und erinnert mich in ein paar Aspekten ein wenig an „The Assassin’s Curse“, das ich sehr gern gelesen habe. Ich befürchte nur, dass es dieses Buch so schnell nicht in der Bibliothek geben wird und es klingt nicht nach etwas, das ich unbedingt selbst besitzen muss. Na, mal sehen.

    • Elena sagt

      Das Buch mochte ich auch sehr und es hat in der Tat eine gewisse Ähnlichkeit, auch wenn „Daughter of the Pirate King“ sich viel mehr auf die Piraterie konzentriert. Ich fürchte aber wie du, dass das Buch eher nicht den Weg in die Bibliothek finden wird. Zumindest derzeit ist das Buch selbst in Bloggerkreisen kaum vertreten und die Bewertungen sind zwar mit 4,03 im Durchschnitt auf Goodreads schon super, aber auch nicht umwerfend. Vielleicht kannst du es später günstig als Taschenbuch kaufen 🙂 Oder der Hype kommt noch mit Teil 2 …

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