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„Der blinde Krieger“ von Robin Hobb

In meiner Rezension zu „Der blinde Krieger“ von Robin Hobb erzähle ich Euch, wie mir der dritte Teil der Fantasy-Reihe „Die Zauberschiffe“ gefallen hat. Falls Ihr die Reihe noch nicht kennt, empfehle ich die Rezension zum ersten Teil „Der Ring der Händler“. In der Inhaltsangabe dieser Rezension finden sich Spoiler zum ersten und zweiten Teil.

Mehr Informationen zum Buch
Autorin: Robin Hobb
Originaltitel: „The Mad Ship: The Liveship Traders“ (erste Hälfte)
Deutscher Titel: „Der blinde Krieger“
Reihe: „Die Zauberschiffe“ #3 „Realm of the Elderlings“ #6
Übersetzer: Wolfgang Thon
Seitenzahl: 605 Seiten
Verlag: Blanvalet
Hörbuchsprecher: Matthias Lühn
Spieldauer: 21 Std. 40 Min. (ungekürzt)
Verlag: Ronin-Hörverlag
Veröffentlichungsdatum: 1. Februar 2017

Althea, die junge Tochter des Vestrit-Clans erhält ihr heiß begehrtes Schiffszeugnis: Jetzt kann sie sich daranmachen, die Viviace, das führende Zauberschiff ihrer Familie, zurückzugewinnen. Doch Viviace befindet sich in der Hand des Piraten Kennit und ist vorerst außer Reichweite. Als Althea in ihre Heimatstadt Bingtown zurückkehrt, erfährt sie, dass der Regenwildmann Rheyn um Malta Vestrits Hand anhält. Da dessen Clan der Hüter des Hexenholz-Geheimnisses ist, könnte eine Vermählung die Probleme der Familie lösen. Doch Unheil zieht über Bingtown auf: Satrap Cosgo nähert sich mit einer Söldnerflotte der Stadt, um seinen alten Rivalen endgültig zu beseitigen.

Das Hörbuch wurde mir als Rezensionexemplar zur Verfügung gestellt.

Inhalt

Viviace und Wintrow befinden sich in den Händen des Piraten Kennits. Dieser hat nicht vor, sie gegen ein Lösegeld gehen zu lassen, sondern hegt ganz andere Pläne. Währenddessen bangen in Bingtown die Vestrit-Frauen Ronica und Keffria um die Rückkehr der Viviace, da sie in finanziellen Nöten stecken. Ist die Werbung des Regenwildmannes Rheyn um Malta Vestrits Hand die Lösung? Von all dem ahnt Althea nichts, die endlich das ersehnte Schiffszeugnis erhalten hat und nun auf dem Heinweg ist.

Doch bei ihrer Heimkehr nach Bingtown erfährt sie gemeinsam mit ihren anderen Familienangehörigen, dass die Viviace in den Händen von Piraten ist. Ein tollkühner Plan entsteht: Kann das verrückte Lebensschiff Paragon gekauft und wieder flott gemacht werden, um die Verfolgung aufzunehmen? Unterdessen findet Vivace immer mehr Gefallen am Piratenleben …

Meinung

In der deutschen Übersetzung wurden die Bücher der Trilogie „Liveship Traders“ in zwei Teile gesplittet, so dass im Deutschen „Die Zauberschiffe“ nun eine Hexalogie ist. „Der blinde Krieger“ ist die erste Hälfte des zweiten Bandes. Die Reihe beginnt mit „Der Ring der Händler„.

Irgendwie steht die Reihe bei mir unter keinem guten Stern, denn nach dem zweiten Teil habe ich auch für den dritten Teil ewig gebraucht. Die Gründe lagen nicht (ausschließlich) beim Hörbuch, aber es ist schwierig zu einer zusammenfassenden Beurteilung zu kommen, wenn sich das Hören auf fünf Monate verteilte. Aber ich will es trotzdem versuchen.

In Vergleich zu insbesondere Teil 1 gefiel mir hier, dass die Handlung schneller voranschreitet, es könnte aber aus meiner Sicht immer noch wesentlich mehr Tempo sein. Außerdem gab es bei einigen Handlungsfäden gefühlt gar keinen Fortschritt. Ich fürchte daher, dass mir die Ereignisdichte bis zum Ende der Reihe zu dünn sein wird, um für ständige Spannung zu sorgen.

Es gibt auch einige neue Charaktere, von denen ich einige recht interessant fand, aber andere dafür leider nur nervig. Bei den bekannten Charakteren hat mir vor allem Dingen die Entwicklung von Malta gefallen, die endlich zur jungen Frau heranreift. Andere Charaktere hingegen schienen sich eher zurückzuentwickeln.

Durch die Teilung in der Übersetzung geht dem Ende kein echter Spannungshöhepunkt voraus, aber ich bin dennoch sehr neugierig, wie es nun weitergeht. Da der vierte Teil auch verhältnismäßig kurz ist, werde ich vielleicht doch weiterhören.

Hörbuch

An Matthias Lühn als Hörbuchsprecher habe ich mich mittlerweile gewöhnt und fand ihn sehr angenehm.

Empfehlung?

Die Reihe kämpft weiterhin mit den bereits bekannten Problemen: Zu langsames Erzähltempo und schwierige Charaktere, was den Sympathiefaktor angeht. Wenn Euch „Viviaces Erwachen“ nicht überzeugen konnte, dann wird es dieser Teil erst recht nicht.

In einem Satz

Der dritte Teil der Zauberschiffe führt neue Charaktere ein und lässt auf einen spannenden vierten Teil hoffen.

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