Rezensionen

„The Rithmatist“ von Brandon Sanderson

Seit Jahren lese ich mich durch die Backlist von Brandon Sanderson. So verwundert es wenig, dass ich auch „The Rithmatist“ gelesen habe. Zum Glück, denn dieses Jugendbuch überzeugt mit einem tollen Magiesystem, einer interessanten Welt und liebenswürdigen Charakteren.


Mehr Informationen zum Buch

Autor: Brandon Sanderson
Originaltitel: „The Rithmatist“
Reihe: „The Rithmatist“ #1
Seitenzahl: 384 Seiten
Verlag: Tor Books St Martins Pr Inc
Veröffentlichungsdatum: 14. Mai 2013

In deutscher Übersetzung erschienen als „Der Rithmatist„.

More than anything, Joel wants to be a Rithmatist. Rithmatists have the power to infuse life into two-dimensional figures known as Chalklings. Rithmatists are humanity’s only defense against the Wild Chalklings. Having nearly overrun the territory of Nebrask, the Wild Chalklings now threaten all of the American Isles.

As the son of a lowly chalkmaker at Armedius Academy, Joel can only watch as Rithmatist students learn the magical art that he would do anything to practice. Then students start disappearing—kidnapped from their rooms at night, leaving trails of blood. Assigned to help the professor who is investigating the crimes, Joel and his friend Melody find themselves on the trail of an unexpected discovery—one that will change Rithmatics—and their world—forever.

Inhalt

Nichts wünscht sich Joel mehr als ein Rithmatist zu sein, denn Rithmatisten haben die Kraft ihren Kreidezeichnungen – den sogenannten Chalklings – Leben zu verleihen. Als der Sohn eines einfachen Kreidemachers an der Armedius Akadiemie kann Joel den angehenden Rithmatisten jedoch nur zuschauen, denn er hat die Begabung nicht. Doch dann beginnen Studenten zu verschwinden: Nachts aus ihren Räumen gekidnappt, nur eine Spur aus Blut hinterlassen … Wer steckt dahinter?

Als Joel einem Professor bei Nachforschungen zu den Verbrechen hilft, finden er und seine neue Freundin Melody sich auf der Spur unerwarteter Entdeckungen. Stehen die Ereignisse mit Nebrask in Verbindung? Dort kämpfen die Rithmatisten gegen die wilden Chalklings, welche beinahe das Gebiet von Nebrask überrannt haben und nun alle amerikanischen Inseln bedrohen. Zudem scheint es auch noch einiges auf dem Gebiet der Rithmatistik aufzudecken zu geben …

Meinung

Ein Jugendbuch aus der Feder von Brandon Sanderson. Gelingt es ihm, die Komplexität zu reduzieren und dennoch seinen Stil beizubehalten? Aus meiner Sicht ein eindeutiges JA! Das Niveau der Story war aus meiner Sicht angemessen: Zwar weist sie längst nicht so eine Tiefe wie beispielsweise Mistborn auf, aber entscheidender ist für ein Jugendbuch meiner Meinung nach, dass die Story zügig beginnt und alle paar Seiten wieder etwas passiert.

Mit Joel hat die Geschichte einen sehr sympathischen Hauptcharakter: Wer würde in einer solchen Welt nicht liebend gern zu den Rithmatisten gehören? Seine Faszination und Leidenschaft werden gut herübergebracht. Das Kontrastprogramm bildet die angehende Rithmatistin Melody, die sich kaum für die Kreidemagie begeistern kann. Aus nachvollziehbaren Gründen, wie sich im Laufe der Handlung zeigt. Die Freundschaft zwischen den beiden Außenseitern entsteht nur langsam, stammen sie auch sonst aus völlig verschiedenen Welten. Doch nach und nach werden sie einem wirklich unschlagbaren Team.

Mit seiner Magie hat mich Sanderson wieder einmal begeistert, er scheint sich ein interessantes System nach den anderen aus dem Ärmel schütteln zu können. Im „The Rithmatist“ beruht das System auf Mathematik, die Zeichnungen müssen perfekt proportioniert werden. Das reicht von einfachen Linien bis hin zu komplexen geometrischen Figuren. Damit der Leser diese Kreidestriche besser visualisieren kann, steht jedem Kapitel eine Seite mit Zeichnungen voran, welche die unterschiedlichen Linien und diversen möglichen Verteidigungsstrategien zeigen. Der Illustrator Ben McSweeney hat sich hier Lob verdient, indem er den Zeichnungen eine angemessene Krakeligkeit gab und fraglos zum Charme des Buches beitrug. Auch die Welt gefiel mir gut, hat sie doch Steampunk-Elemente und ist sehr originell dadurch, dass sie zwar auf den USA beruht, die jedoch im Buch aus lauter Inseln besteht.

Das Ende bietet nach einem spektakulären Showdown einen vorläufigen Abschluss. Dennoch bleiben viele Fragen für die Fortsetzung „The Aztlanian“ offen, die wahrscheinlich 2018 kommen wird.

Empfehlung?

Für mich ein fantastisches Jugendbuch, das Steampunk-Flair mit dem Charme von Harry Potter verbindet und in den echtes Teamwork praktiziert wird. Sanderson hat sich zudem ein faszinierendes Magiesystem einfallen lassen, welches mit liebevollen Details überzeugt. Kurzum, von mir gibt es eine begeisterte Empfehlung.

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Ein spannendes Jugendbuch mit tollen Magiesystem und den Charme eines Harry-Potter-Buches!

Diese Rezension wurde das erste Mal am 3. Januar 2015 veröffentlicht, der Beitrag ist eine für diesen Blog überarbeitete Fassung.