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Meine Vorsätze 7/2017

Nachdem ich letzte Woche einen literarischen Rückblick auf das letzte halbe Jahr gemacht habe, sind diese Woche meine Vorsätze dran. Was ist in der ersten Jahreshälfte gut gelaufen und was eher nicht so? Und welche Schlüsse ziehe ich draus?

Fünf Vorsätze für das Jahr 2017

1. Jeden Tag 10.000 Schritte gehen

Seit ich mir im Mai mein Fitbit Alta zugelegt habe, scheitere ich fast jeden Tag an dieser Challenge. Um genau zu sein, habe ich die 10.000 Schritte nur an 15 Tagen geschafft. Um es ein wenig zu entschärfen, werde ich mich aber auf dem Gesamtwert der Woche stützen und es nicht tagesgenau nehmen. Also heißt es im neuen Jahr: früher aufstehen, weiter weg parken, Spaziergang zur Arbeit/Uni und wieder zurück. Oder gleich mit ÖPNV fahren und mal eine Haltestelle früher aussteigen. Und zwischendurch die Unitürme rauf- und runtersteigen. Das wird definitiv eine sehr ambitionierte Angelegenheit …

Meine Schrittzahl war im Juni zumindest für meine Verhältnisse einfach fantastisch! Ich habe fast 200.000 Schritte geschafft, das sind 40.000 Schritte mehr als im Mai. Dennoch habe ich „nur“ an sechs Tagen die 10.000 Schritte gepackt und zweimal knapp verfehlt.

Schuld daran ist ganz klar der Schottland-Urlaub, wo ich ganz viele Spaziergänge durch Parks eingebaut habe. Da kamen in einer Woche dann direkt 86.000 Schritte zusammen. Nachhaltig ist dieser Effekt deshalb sicher nicht.

Wenn ich nun das ganze letzte halbe Jahr betrachte, fällt klar auf, dass bis auf wenige Ausreißer nur das regelmäßig Sport machen eine wirksame Steigerung der Schrittzahl bewirkt hat. Dementsprechend zeigt sich, dass nur das Einbauen von Routinen bei mir hilft.

 

2. Jeden Monat ein Pfund abnehmen

Wenn ich Vorsatz 1 umsetze, wird Vorsatz 2 nicht allzu schwer. Denn im Gegensatz zu Sport halten sich zumindest bei mir nach einem Spaziergang die Belohnungstendenzen in Grenzen und es gibt auch viel weniger Ausreden als beim Sport machen. Ansonsten habe ich mir nun das Buch „Fettlogik überwinden“ von Nadja Hermann bestellt und bin gespannt, ob ich daraus Motivation ziehen kann. Die Autorin mag ich übrigens wegen Erzaehlmirnix sehr gerne.

Wer jetzt denkt, dass ich ganz bestimmt viel abgenommen habe, täuscht sich. Nach meinem Schottland-Urlaub war mein Gewicht bestenfalls unverändert und ein langes Wochenende in Berlin hat den Zeiger der Waage ganz massiv in die falsche Richtung ausschlagen lassen. Ich verfluche diese Kuchenteilchen!

Zum Glück konnte ich in der zweiten Juni-Hälfte dann wieder Boden gut machen, so dass ich dann anscheinend doch ein Pfund insgesamt abgenommen habe. Was mir positiv aufgefallen ist: Ich muss bei meiner Lieblingshose nun den Gürtel ein Loch enger machen und im Spiegel komme ich mir auch schlanker vor.

Bilanz für das letzte halbe Jahr ist daher eine ziemliche Punktlandung: Im Durchschnitt habe ich jeden Monat ein halbes Kilo abgenommen, auch wenn es zwischendurch mal rückwärts ging. Was ich mir für die zweite Jahreshälfte mitnehme: Auf Seminaren von der Kaffeetafel fernhalten! Außerdem werde ich ein paar Umfänge vermessen und schauen, wie da dann die Entwicklung aussieht.

 

3. Geräte ausmachen, wenn ich sie „ziellos“ benutze

Das meint ausdrücklich nicht Serien schauen, Spiele zocken oder Blogbeiträge schreiben. Oder wenn ich etwas zu einem Sachverhalt recherchiere. Sondern wenn ich ständig Social Media und Nachrichtenseiten aktualisiere oder bei Jodel die neuesten Storys lese und letztlich genau nichts passiert. Klar ist es auch nicht besonders „wertvoll“, wenn ich ein Buch lese, ein Bild ausmale oder Puzzle puzzle. Aber das Gefühl hinterher lässt sich vergleichen mit dem Essen von Gemüse vs. Chips, wesentlich befriedigender.

Das läuft aus verschiedenen Gründen, die ich angehen werde, derzeit eher mäßig. Aber es zeigte sich auch direkt, dass es sich eher negativ auf das Wohlbefinden auswirkt. Daher habe ich mir für Juni auch direkt vorgenommen, das Smartphone öfters ganz weit weg zu legen.

Nichtsdestotrotz habe ich zumindest einige Blogbeiträge geschafft, die sonst wohl nie geschrieben worden wären und in „Fallout 4“ bin ich auch wesentlich weiter, als ich es sonst wäre.

Insgesamt betrachtet hat das letzte halbe Jahr gut gezeigt, wie wichtig es ist, zu sagen: „Ich lese jetzt ein Buch!“, „Ich spiele jetzt zwei Stunden!“ oder „Ich fange jetzt diesen Blogbeitrag an!“. Da kommt dann zumindest etwas bei rum, so dass ich mich dann hinterher nicht schlecht fühle.

4. Weiter ausmisten

Hier gibt es keine konkrete Zielvorgabe, denn je nach Art der aussortierten Gegenstände unterscheiden sich Zeitaufwand und Menge doch ziemlich erheblich. Ich fühlte mich die letzten Wochen immer gut, wenn ich einen Wäschekorb voll gemacht habe. Aber das ist nicht immer ein möglicher und sinnvoller Maßstab. Vor allem, wo ich das fast ein dutzend Mal schon getan habe – da sind die schnell auszusortierenden, sperrigen Dinge nun fast alle weg. Jedenfalls werde ich 2018 mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit umziehen und da will ich sehr vieles gar nicht mitnehmen.

Auch das lief im Juni sehr, sehr mäßig. Was die Socken und Strümpfe im Speziellen angeht, liegt es daran, dass ich einfach keine finde, die ich mir stattdessen kaufen wollen würde. Bestellen würde ich sie eh erst nach dem Aussortieren, aber aussortieren und keinen Ersatz beschaffen zu können ist auch eher meh.

Zwischendurch hatte ich mir vorgenommen, jeden Tag eine halbe Stunde aufzuräumen, weil das doch eine Menge bringt. Nur hat die Motivation sich dennoch nach zwei Tagen verabschiedet.

Hier halte ich für mich nach einem halben Jahr fest: Wenn ich umziehe, sehr konsequent ausmisten und dann nichts mehr rein lassen, was ich nicht unbedingt brauche. Hatte ich mir schon vorher überlegt, aber der Beschluss verfestigt sich mehr und mehr. Gut wäre natürlich, wenn ich schon vor dem Umzug fertig ausgemistet habe …

5. (Re-)launch Blog

Ein oder zwei neue Blogkonzepte entwerfen und mir entsprechende Fähigkeiten und Werkzeuge aneignen. Dazu aber in einem gesonderten Blogposting mehr.

Hier hat es nicht allzu viel Neues gegeben. Bestimmte Rythmen bei den verschiedenen Blogkategorien verstetigen sich, was ich auch ganz finde. Nachdem sozusagen die großen Kisten nach dem Umzug ausgepackt sind, ist jetzt die Zeit gekommen, an Details zu schrauben.

Ein Thema sind ja die Artikelbilder. Ich überlege, ob ich vielleicht mal Aufnahmen für neue „Dummy“-Kategorienbilder mache. Gibt den Blog dann vielleicht eine stärkere persönliche Note.

Meine Bilanz für diesen Punkt ist für das vergangene Halbjahr auf jedem Fall recht positiv: Ich fühle mich besser mit dem neuen Blog, es ist „luftiger“ und freier. Außerdem bin ich inspirierter. Aber es gibt auch noch jede Menge Verbesserungspotenzial.

Fazit

Insgesamt war der Juni durchaus akzeptabel und die Bilanz für das letzte halbe Jahr fällt sehr positiv aus.

4 Kommentare

  1. „Schuld daran ist ganz klar der Schottland-Urlaub, wo ich ganz viele Spaziergänge durch Parks eingebaut habe. “

    Die Lösung ist also ganz einfach: Du musst häufiger nach Schottland und dort in Parks spazieren. 😉 Ansonsten ist es schön, dass du zufrieden mit deiner Halbjahresbilanz sein kannst.

    • Elena sagt

      Hehe 🙂 Wäre das entsprechende Einkommen da, würde ich auf jedem Fall öfters dahinfahren. Das dauert aber noch eins, zwei Jahre. Bis dahin muss ich es wohl mit Spaziergängen in der näheren Umgebung vorlieb nehmen.

      • Naaaa gut, wenn es die einziger Alternative ist, dann musst du wohl in der Nähe rumlaufen. Nimm die Kamera mit! Ich genieße gerade sehr die diversen „Getreidefeld mit Himmel“- oder „Wald mit Lichteinfall“-Fotos in meiner Timeline … ;D

        • Elena sagt

          Montag ist erst einmal großer Showdown in vielerlei Hinsicht. Aber danach habe ich mir auch schon überlegt, öfters wieder „einfach so“ rauszugehen. Meine Mutter liegt mir auch schon ewig in den Ohren mit Schwimmen gehen. Da wird es dann aber eher keine Fotos von geben 😀 Aber ich habe ja noch reichlich Bilder vom Schottlandurlaub zu verbloggen 🙂

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