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Rückblick auf meine Vorsätze 2017

Nachdem ich Euch über weite Teile des letzten Jahres an meine Fort- und Rückschritten teilhaben lasse, möchte ich der Angelegenheit – wenn auch deutlich verspätet – einen ordentlichen Abschluss geben. Welche Ziele habe ich erreicht, was habe ich gelernt? Und wie geht es weiter 2018? Das erfahrt Ihr in diesem Beitrag.

Fünf Vorsätze für das Jahr 2017

1. Jeden Tag 10.000 Schritte gehen

Seit ich mir im Mai mein Fitbit Alta zugelegt habe, scheitere ich fast jeden Tag an dieser Challenge. Um genau zu sein, habe ich die 10.000 Schritte nur an 15 Tagen geschafft. Um es ein wenig zu entschärfen, werde ich mich aber auf dem Gesamtwert der Woche stützen und es nicht tagesgenau nehmen. Also heißt es im neuen Jahr: früher aufstehen, weiter weg parken, Spaziergang zur Arbeit/Uni und wieder zurück. Oder gleich mit ÖPNV fahren und mal eine Haltestelle früher aussteigen. Und zwischendurch die Unitürme rauf- und runtersteigen. Das wird definitiv eine sehr ambitionierte Angelegenheit …

Bis zum Herbst und den Ende meines Praktikums zeigte der Trend beständig nach oben. Dann kamen Fußprobleme auf, die Sport verboten und dazu nasskaltes, trübes Wetter. Aber gegenüber dem Vorjahr bin ich dennoch um einiges mehr gelaufen.

Mehr Bewegung bleibt ein Dauerziel. Aber damit ich wirklich annähernd bei 10.000 Schritten pro Tag ankomme, muss ich wohl meinen Tagesablauf anders organisieren. Das wird mir wohl eher erst 2019 gelingen.

2. Jeden Monat ein Pfund abnehmen

Wenn ich Vorsatz 1 umsetze, wird Vorsatz 2 nicht allzu schwer. Denn im Gegensatz zu Sport halten sich zumindest bei mir nach einem Spaziergang die Belohnungstendenzen in Grenzen und es gibt auch viel weniger Ausreden als beim Sport machen. Ansonsten habe ich mir nun das Buch „Fettlogik überwinden“ von Nadja Hermann bestellt und bin gespannt, ob ich daraus Motivation ziehen kann. Die Autorin mag ich übrigens wegen Erzaehlmirnix sehr gerne.

Das Ziel habe ich ziemlich genau erreicht, auch wenn es zwischendurch Ausreißer in beide Richtungen gab. Es hat sich definitiv gelohnt, das merk ich schon jedes Mal beim Aussteigen auf dem Uni-Parkplatz. Viele Klamotten sitzen einfach besser, obwohl sich lediglich meine Hosengröße verändert hat.

2018 soll es definitiv weiter in die Mitte des Normalgewichts gehen. Denn ich kann mich noch gut erinnern, wie viel leichter mir dann Bewegung fiel. Und ich habe noch einige Kleidungsstücke, die ich zu gern wieder anziehen würde. Aber ich beeile mich da nicht, das Projekt läuft ja schon 1 1/2 Jahre.

3. Geräte ausmachen, wenn ich sie „ziellos“ benutze

Das meint ausdrücklich nicht Serien schauen, Spiele zocken oder Blogbeiträge schreiben. Oder wenn ich etwas zu einem Sachverhalt recherchiere. Sondern wenn ich ständig Social Media und Nachrichtenseiten aktualisiere oder bei Jodel die neuesten Storys lese und letztlich genau nichts passiert. Klar ist es auch nicht besonders „wertvoll“, wenn ich ein Buch lese, ein Bild ausmale oder Puzzle puzzle. Aber das Gefühl hinterher lässt sich vergleichen mit dem Essen von Gemüse vs. Chips, wesentlich befriedigender.

Hier ist mir definitiv aufgefallen, wie eng alles zusammenhängt: Fühle ich mich nicht gut, neige ich zum „Zeit totschlagen“, was dann aber die Unzufriedenheit nur weiter steigert. Ich habe jetzt aber konsequent Benachrichtigungen abgeschaltet und das hilft schon ganz gut. Wenn nicht ständig eine Mitteilung aufgeht, dass es hier und da was Neues gibt, gucke ich auch gar nicht so häufig nach.

Wenn sich meine „Animal Crossing: Pocket Camp“-Begeisterung gelegt hat, will ich auch versuchen, gar kein Spiel mehr auf dem Smartphone zu spielen. Ich bin da einfach nicht Casual Gamer genug, dass ich nicht regelmäßig reinschaue. Und auf Dauer geht da doch sehr viel Zeit für drauf. Aber bis Ende Februar werde ich AC:PC wohl noch weitersuchten.

4. Weiter ausmisten

Hier gibt es keine konkrete Zielvorgabe, denn je nach Art der aussortierten Gegenstände unterscheiden sich Zeitaufwand und Menge doch ziemlich erheblich. Ich fühlte mich die letzten Wochen immer gut, wenn ich einen Wäschekorb voll gemacht habe. Aber das ist nicht immer ein möglicher und sinnvoller Maßstab. Vor allem, wo ich das fast ein dutzend Mal schon getan habe – da sind die schnell auszusortierenden, sperrigen Dinge nun fast alle weg. Jedenfalls werde ich 2018 mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit umziehen und da will ich sehr vieles gar nicht mitnehmen.

Klamottentechnisch bin ich dieses Jahr echt gut voran gekommen. Meine verbliebene Fußbekleidung und Unterwäsche sind nicht löchrig, die noch im Schrank hängenden Klamotten sitzen und gefallen mir, auch das Schuhlager wurde verkleinert. Es ist immer noch etwas Potenzial da und ich werde 2018 weiter ausmisten. Um genau zu sein, habe ich schon einmal in 2018 Sachen aussortiert.

Weniger gut hat es bei den Büchern und den Krimskram geklappt. Einfach Bücher in den Müll werfen tue ich ja nicht, aber zum Einstellen in Portale fehlt mir die Lust und diesen Sammelabnehmern mag ich auch kein Geld in den Rachen schmeißen. Werde mich da aber jetzt mal zu einer Lösung durchringen müssen. Und generell mal aussortieren und wegschmeißen, vor allem, was Papierkram angeht. Das ganze Zeug will ich keinesfalls in eine neue Wohnung mitschleppen!

5. (Re-)launch Blog

Ein oder zwei neue Blogkonzepte entwerfen und mir entsprechende Fähigkeiten und Werkzeuge aneignen. Dazu aber in einem gesonderten Blogposting mehr.

Einige tolle Ideen und Projekte sind in letzter Zeit dann doch wieder auf der Strecke geblieben. Ich will aber dennoch versuchen, bald einen Header zu haben. Außerdem sollen die Kurzrezensionen kommen. Aber immerhin läuft der Blog und auch wenn es langsam voran geht, gewinne ich tatsächlich auch neue Leser hinzu.

Allerdings ist mir in den letzten Wochen klar geworden, dass ich mich nicht mehr so sehr stressen will und auch gar nicht die Energie dafür habe, dementsprechend wird die Blogfrequenz heruntergesetzt. Ich werde nur noch ganz wenige Bücher ausführlich rezensieren. Der Ton wird nachdenklicher und vielleicht auch gedämpfter, da ich nicht der super fröhliche und enthusiastische Mensch bin und das entsprechend auch gar nicht so gut bedienen kann und will. Ich möchte versuchen, mehr für und über verschiedene Sachen zu schreiben. Denn die Gedanken sind alle im Kopf, ich lasse sie nur nicht raus.

12 Kommentare

  1. Sich weniger stressen lassen, klingt nach einem guten Vorsatz für dieses Jahr!

    Ansonsten herzlichen Glückwunsch für all die Erfolge des vergangenen Jahres! Deine regelmäßigen Updates hatten ja schon gezeigt, dass du gut dabei bist, aber es ist doch schön zurückzublicken und festzustellen, dass du deine Vorhaben das Jahr über doch ziemlich gut durchgehalten hast. 🙂

    • Elena sagt

      Mal schauen, wie es mit der Umsetzung klappt 😉

      Ja, es war ganz gut, das festzuhalten. Ich habe vor einiger Zeit begonnen, generell Erfolge usw. festzuhalten, auch wenn ich es noch nicht regelmäßig schaffe. Aber es tut gut zu sehen, dass es doch vorwärts geht.

  2. Erzaehlmirnix habe ich letztes Jahr durch Zufall auf Facebook entdeckt und bin total begeistert :D. Die Frau trifft einfach so oft den Nagel auf den Kopf.

    Oh Mann, deinen dritten Vorsatz müsste ich mir auch mal zu Herzen nehmen, denn mir geht es da exakt genauso: Wenn ich nicht gut drauf (und vor allem nicht motiviert) bin, vertrödle ich die Zeit und bin dadurch noch schlechter drauf.

    Bücher ausmisten war beim Umzug letztes Jahr auch eine Herausforderung für mich, weil es wirklich sehr lange dauern würde, die alle einzeln irgendwo zu tauschen oder zu verkaufen. Vielleicht gibt es bei dir in der Nähe ja solche Bücherboxen, wo man sie kostenlos mitnehmen kann, oder Second-Hand-Läden, die Bücher an Menschen mit wenig Geld verkaufen? Außer natürlich, du hättest gerne Geld dafür, dann führt wohl an selber verkaufen oder solchen wenig rentablen Anbietern wie Momox kein Weg vorbei.

    Eine gesenkte Blogfrequenz ist sicher gut, wenn man merkt, dass man sich sonst zu viel Stress macht. Ich blogge mittlerweile nur noch, wenn ich grad die Muße habe, und wenn es dann mal zwei Wochen nichts gibt, ist das halt so.
    Posts über verschiedene Themen finde ich persönlich immer super interessant. Die meisten Menschen haben ja nicht nur ein Hobby/Interesse.

    Liebe Grüße 🙂
    Charlie

    • Elena sagt

      Ja, die Comics haben mir immer sehr gut gefallen, auch wenn sie nun seltener geworden sind 🙂

      Ich arbeite noch an einer Strategie, was ich stattdessen in der Zeit tun kann. Manchmal klappt das ausschalten gut und manchmal … nicht so gut.

      Meine Tendenz geht derzeit dahin, dass ich die gesammelt spende und in eine Art Bücherschrank oder so stelle. Wie hast du es denn für dich gelöst?

      Einerseits ist selbst erzeugter Stress nicht gut. Andrerseits fühle ich mich meistens gut, wenn ich etwas geschrieben habe. Da muss ich wohl die richtige Balance finden 🙂

      Liebe Grüße
      Elena

  3. Prima, dass es mit den Vorsätzen alles in allem so gut gelaufen ist. Was du zum Ziellosen nutzen von Geräten schreibst, kommt mir sehr bekannt vor: „Fühle ich mich nicht gut, neige ich zum „Zeit totschlagen“, was dann aber die Unzufriedenheit nur weiter steigert.“
    Genau dazu neige ich auch und das ist aktuell auch wieder eins meiner Probleme. Ich finde es aber auch gar nicht so einfach, hier dagegen zu steuern.

    Sich weniger stressen und und einfach so zu bloggen, wie man wirklich will, ist sicher ein gute Idee!

    • Elena sagt

      Finde das gegensteuern auch immer sehr schwierig. Eigentlich hilft da nur bewusst was anderes anfangen, aber grad dazu habe ich ja in den Moment eigentlich keine Lust. Vielleicht Sachen gezielt bereitlegen oder eine abzuarbeitende Liste an schönen Dingen schreiben? Hm …

      Mal sehen, wie gut es klappt 🙂

  4. Hallo Elena!

    Sehr mutig so offen über deine Fortschritte bzw. was aus deinen Vorsätzen wurde zu sprechen. Ich kann mir vorstellen, dass es ein gewisser Antrieb ist, wenn man sich fest vornimmt auch über das Ergebnis der Vorsätze zu schreiben. Immerhin möchte man ja auch nicht so offen preisgeben, dass man es nicht mal versucht hat 😉 Anyway, sehr bewundernswert wie toll du deine Vorsätze realisiert hast.

    Liebe Grüße
    Sabrina

    • Elena sagt

      Hallo Sabrina,

      ja, es hat schon ein stück weit Überwindung gekostet, aber anderseits auch Antrieb gegeben 🙂 Denn es hat mich dazu gezwungen, regelmäßig zu schauen, wie weit ich eigentlich so gekommen bin. Auch habe ich dann intensiver analysiert, wo es denn so stockt und warum. Und danke!

      Liebe Grüße
      Elena

  5. Oh ja, die 10000 Schritte waren auch mein Ziel für 2017. An den Wochenenden war es sehr einfach und an stressigen Tagen auf der Arbeit auch. Aber den Rest der Tage klappte es einfach nicht. Nach neun Stunden arbeiten und stehen wollte ich einfach nur noch aufs Sofa. Für dieses Jahr lasse ich mich von meinem Fitness Armband nicht das Leben diktieren und mache einfach mein Ding. Und irgendwie schaffe ich annähernd jeden Tag die 10000 Schritte. Irgendwie cool.
    LG Kerstin

    • Elena sagt

      Ich schaue auch nicht regelmäßig drauf und mache mir da keinen Stress, dass ich dann abends denke: „Jetzt noch eine Runde um den Block!“. Aber es fällt mir doch auf, wenn ich ins Dashboard gucke. Nun ja, vielleicht schaffe ich ja schon in diesem Jahr mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren. Auf jeden Fall toll, dass es bei dir so gut klappt 🙂

      LG Elena

  6. Hallo,
    10.000 Schritte sind schon ein ganzes Stück ich schaue immer, dass ich so ca 6.000 am Tag schaffe. Mehr ist natürlich besser. Auch ich versuche dieses Jahr abzunehmen allerdings möchte ich immer 0,5 – 1 kg die Woche schaffen. Drücke dir ganz fest die Daumen, dass es auch weiterhin klappt.
    Natürlich auch bei all den anderen Vorätzen.

    Liebe Grüße
    Lilly

    • Elena sagt

      Hallo Lilly,

      mein Minimalziel sind immer so 4.000-Schritte, aber wenn ich mich wie derzeit oft daheim einigle, ist auch das schwierig zu erreichen. Vielleicht wird es besser mit dem Frühling. Deine vorgenommene Abnahme ist machbar, aber erfordert schon einiges an Disziplin. Da wünsche ich gutes Durchhaltevermögen 🙂 Ich realisiere meine Abnahme vor allem dadurch, dass ich weniger ungesunde Snacks esse und stattdessen ggf. eine richtige Mahlzeit mache, weil das unterm Strich dann weniger Kalorien sind.

      Liebe Grüße
      Elena

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