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Schottland: Scone Palace

Heute will ich euch von meiner ersten Sehenswürdigkeit auf meinem Roadtrip berichten: Den Scone Palace in Perthshire. Was es dort noch neben Pfauen zu sehen gab, erzähle ich in diesem Bericht.

Scone Palace

Der Scone Palace liegt nördlich von Perth und war mein erstes Ziel auf meiner Rundreise. Was mir sofort nach meiner Ankunft auffiel, waren die Pfauen. Die stolzierten in großer Zahl herum und ich habe später sogar einige Albino-Pfaue gesehen. Zusammen mit ihren normal gefärbten Kollegen belagerten sie die Besucher, welche eine Pause in der Außengastronomie des Scone Palaces einlegten, um ein paar Krümmel zu erhaschen. Letztlich sind es doch nur Vögel.

Nachdem ich auf einer Wiese meine ersten Hochlandrinder auf meiner Reise betrachtet hatte, machte ich mich auf dem Weg in den Scone Palace. Leider ist es so, dass in vielen Anwesen das Fotografieren untersagt ist, so dass ich euch keine Bilder der prachtvollen Räume zeigen kann. Ebenso üblich ist es aber auch, laminierte Informationsblätter in den einzelnen Räumen in acht bis zehn Sprachen auszulegen. Die Qualität der Übersetzungen war mal besser und mal schlechter (wie im Scone Palace), aber wenn jemand absolut kein Englisch kann, ist der Person auf jedem Fall geholfen. Ich habe aber dann die meiste Zeit die englische Variante bevorzugt.

Es gab jede Menge spannende geschichtliche Details zu erfahren. Einen Earl of Mansfield hat es gestört, dass sich das Dorf nur 200 Meter entfernt von seiner Haustür befand, so dass er 1.400 Menschen zwangsweise umsiedeln ließ. Der dritte Earl of Mansfield beauftragte einen Architekten sein Haus umzubauen. Leider gab es Kommunikationsschwierigkeiten zwischen Architekten und den Ausführenden, so dass versehentlich ganze Teile des Scones Palace abgerissen wurden – mitsamt der noch darinhängenden Gemälden usw.

Interessant fand ich die zudem die Hinweise auf die Geschichte von Dido Elizabeth Belle, einer Frau mit „gemischten Blut“, geboren als Sklavin im 18. Jahrhundert, welche trotzdem wie eine Aristokratin aufgezogen wurde. Ihre Lebensgeschichte wird zusammen mit der rechtlichen Geschichte der Sklaverei in Großbritannien präsentiert. Ich habe mir vorgenommen, irgendwann mal den Film „Belle“ anzusehen, der ihre Geschichte erzählt.

Zu einem herrschaftlichen Anwesen gehören auch Gartenanlagen, die ich erkundet habe. Zum Beispiel gibt es ein Arboretum, welches vor zweihundert Jahren angelegt wurde und nun wahrhaft majestätisch große Bäume umfasst. Sehr schön fand ich auch den Küchengarten. Und ich habe mir auch nicht nehmen lassen, das unlängst angelegte Murray Star Maze zu erkunden. Ich finde es sehr schön mit den verschiedenfarbigen Hecken. In der Mitte befindet sich ein Bassin mit einer Statue.

Am Ende meines Rundgangs erreichte ich dann dieses Tor. Aus dieser Perspektive rechts befindet sich übrigens Scone Abbey, was ich heutzutage eher als Kapelle bezeichnen würde. Vor ihr steht eine Nachbildung des Stone of Destiny, auch bekannt als Stone of Scone. Dies ist der Ort, wo jahrhundertelang die Könige von Schottland gekrönt wurden, wie zum Beispiel Robert the Bruce. Da aber zum Zeitpunkt meines Besuches ein Gerüst an der Kapelle stand, präsentiere ich euch hier kein Bild.

Scone Palace

Stattdessen zeige ich euch diesen Sonnenuntergang in der Nähe von Pitlochry. Irgendwie hat mich die Gegend total an das Sauerland erinnert. Außerdem ist das Bild ein Teaser für die nächsten Stationen.

2 Kommentare

  1. Scone Palace sieht ja sehr beeindruckend aus – besonders der Irrgarten mit den verschiedenfarbigen Hecken.
    Aber am schönsten find ich das Sonnenuntergang-Bild. Das ist eine tolle Stimmung mit dem Abendlicht über dem Wasser.

    • Elena sagt

      Ja, ich mag das Bild auch total! Dabei bin ich nur rangefahren, weil ich etwas am Auto überprüfen wollte. Aber der Blick war einfach toll 🙂

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